zuletzt geändert am
14.10.2017

Erntefest 2017

am 07. und 08. Oktober 2017

Am 3. September besuchte eine Abordnung des Bergischen Heimatvereins den Krönungsball der Schützenbruderschaft in Rösrath, am 23. und 24. September feierten wir mit der Dorfgemeinschaft Scheid das Erntefest und am 30. September und 01. Oktober mit dem Ernteverein Donrath.

Am 2. Wochenende im Oktober war es wieder soweit, der Bergische Heimatverein hatte zu seinem traditionellen Erntefest nach Wickuhl eingeladen. Der Einladung waren wieder zahlreiche Besucher gefolgt.
Im festlich geschmückten Festzelt begannen am Samstagabend die Feierlichkeiten mit dem Krönungsball. Michael Burgmer und Klaus-Dieter Stollwerk begrüßten zunächst alle Anwesenden, insbesondere die Ehrengäste: Lohmars stellvertrender Bürgermeister Guido Koch, den Ehrenvorsitzenden des Bergischen Heimatvereins, Günter Maylahn nebst Gattin und die Honrather Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer.
Anschließend folgte die Begrüßung der befreundeten Vereine und auch ein Dank an die vielen fleißigen Helfer, die vor dem Fest, am Fest und auch danach dazu beitragen. Ohne diese wäre eine solche Veranstaltung dieser Größenordnung nicht zu bewältigen.
Zunächst sprach Pfarrerin Brill-Pflümer ein paar Worte zum Thema Erntedank, anschließend wurde traditionsgemäß "Großer Gott wir loben Dich" gesungen. Nach kurzen Dankesworten der Redner an das scheidende Erntepaar 2016/2017 Christiane und Stephan Deblon, bedankte sich der scheidende Erntevater für die schöne Zeit und berichtete noch kurz über den Besuch beim politischen Erntedank in Berlin. Anschließend wurde das neue Erntepaar Marta und Marek Lasota in sein Amt eingeführt und nahm zahlreiche Glückwünsche entgegen, unter anderem vom stellvertretenden Bürgermeister Guido Koch.
Im Anschluss wurde zu den Klängen der Party-Band "C´est la Vie" getanzt, gesungen und geschwooft. Gegen 22 Uhr gab es noch eine musikalische Einlage der Gruppe "Pläsier", die ebenfalls für beste Stimmung sorgte. Der Abend klang erst am frühen Morgen aus.

Bereits früh am Sonntag waren viele fleißige Helfer damit beschäftigt, den Festplatz und das Zelt für den Tag herzurichten. War die Wetterprognose erst nicht so gut, konnte der Erntezug um 13:30 Uhr pünktlich bei trockenem Wetter in Oberschönrath starten. Eine bunte Karawane bestehend aus ca. 30 - 35 Gruppen, Erntewagen und liebevoll dekorierten Traktoren. Den Abschluss des Erntezuges bildete das frisch gekrönte Erntepaar Marta und Marek Lasota in der geschmückten Kutsche.
Trocken in Wickuhl angekommen wurden die Erntepaare musikalisch durch die Tambourcorps ins Festzelt begleitet und dort auf der Bühne durch Achim Schlehecker begrüßt. Im Festzelt wurde bereits mit Musik der Gruppe "Die 2" für Unterhaltung gesorgt. Ab 16 Uhr sorgte das "Trompeterkorps Eefelkank" mit seiner zwejstündigen Musikeinlage für beste Unterhaltung. Bis in den Abend hinein sorgten dann "Die 2" für Stimmung und Tanz im Festzelt.

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helfern, die in den Tagen vor dem Fest, am Fest und auch danach zur Stelle waren, um dieses Ereignis zu stemmen. Ohne diesen Einsatz könnte ein solches Fest nicht in dieser Form stattfinden.



Artikel in der Rundschau


Samstag Abend, Ernteball




Sonntag, Erntezug






Erntezug des
Bergischen Heimatvereins Oberschönrath

Farbtupfer im Einheitsgrau

von Peter Lorber



Die kleinen Einhörner des Reiterhofs Meinenbroich hatten sichtlich Freude im Zug.

Die Sonne zeigte sich nicht beim Erntezug des Bergischen Heimatvereins Oberschönrath. Dafür waren umso mehr Besucher unterwegs.
Außerdem sorgten ja die zahlreichen Fußgruppen und Wagen für kräftige Farbtupfer im trüben Einheitsgrau. Zuvorderst die bunten Trecker, deren Blumenschmuck oft mit der Farbe des historischen Dieselrösser korrespondierte. Da die Landwirtschaft in weiten Teilen eine Freiluft-Beschäftigung ist, kennt man schlechtes Wetter und wie man sich davor schützt. Insofern gab es keine miesepetrigen Gesichter.
Und da während des Zugs nur einzelne Tröpfchen fielen, blickten die zahlreichen Besucher vor allem in strahlende Gesichter. Die Gruppen und Wagenbauer hatten sich einiges einfallen lassen, um die Leute am Straßenrand bei Laune zu halten. Dazu gehörte das Verteilen kleiner Aufmerksamkeiten.
So freuten sich die Pänz über Obst und Kamelle, während Schmalzbrote, Selbstgebackenes und wärmender Schabau die Großen erheiterte.

Auch das Pferd geschmückt

Der Trend, der bei den anderen Erntefesten zu erkennen war, setzte sich beim letzten der Region in Wickuhl fort: Die Jugend mischt voll mit im Brauchtum und ist mit erfrischenden Ideen eine echte Bereicherung des Brauchtums-Festes Erntedank.
Wie etwa die bunten Einhörner des Reiterhofs Meinenbroich, die sogar ihr Pferd schmückten: mit roten Gamaschen und einem rosa Blümchen im geflochtenen Schweif.
Als Reimeschmiede entpuppten sich die Maifreunde Honrath, die das Hohelied auf den Kürbis plakatierten: "Isst der Bauer Kürbissuppe, ist ihm alles andere schnuppe!" Die Gruppe "Wild Wild Wahlscheid" hatte ihren Wagen "Saloon 16" getauft und ihn entsprechend mit Pferdesattel und Hufeisen ausgestattet.
Gar drei Generationen repräsentierte die Wickuhler Dorfgemeinschaft. Bei mehreren Stopps überraschten sie mit Bändertänzen. Für Spaß sorgte ihr selbstironisches Motto "Öm de Finger jewickuhlt".
Großbliersbach trat als "Bliersbacher Holzfäller" an und hatte einen imposanten Wagen mit Tannengrün und Backsteinhäuschen gebaut. Im letzten Wagen, einem offenen Landauer, saß das strahlende Erntepaar, das die vielen Glückwünsche und Bravo-Rufe genoss. In Honrath, sind Marta und Marek Lasota seit 2002 zuhause.
Das in Polen geborene Ehepaar, Eltern von vier Kindern, legt viel Wert auf Traditionen und Rituale, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Der IT-Leiter und -Berater und die Englischlehrerin bezeichneten ihr Erntepaar-Amt als "große Ehre".
Die Familie fährt oft nach Polen zu den Großeltern, Tanten, Onkeln, Cousinen und Freunden, die auch nach Deutschland zu Besuch kommen. Außerdem fahren die Lasotas seit vielen Jahren nach Sardinien. Sie lieben Strand, Meer und Wärme und genießen es, wenn die ganze Familie einmal faulenzen darf.



Das Erntepaar Marta und Marek Lasota mit den Töchtern Marianna und Susanna strahlte.


Gute Laune herrschte unter den rund 300 Zugteilnehmern. Foto: Lorber